Zwischenbilanz

Am Anfang des Jahres stellte ich meine Ernährung ein wenig um. Ab Februar verzichtete ich freiwillig auf den Rest Fleisch, den ich normal zu mir nahm. Einen Monat später kam dann eine etwas unerfreuliche Diagnose, die weitere Umstellungen nach sich zog.

Schon der Verzicht auf Fleisch stellte sich als wohltuende Angelegenheit für meinen Körper und vor allem für meinen Verdauungstrakt heraus. Anfänglich dachte ich, dass es mit dem Durchhalten schwer werden könnte. Aber weit gefehlt. Ich vermisse nichts. Mehr noch, die Gedanken daran, Fleisch von Tieren zu essen, werden immer unglaubwürdiger. Vielleicht ist das die Überzeugungsarbeit, die der Kopf für mich leistet.

Einige, die mich kennen, wissen vielleicht, dass ich ein leidenschaftlicher Biertrinker war. Ich kostete gerne verschiedene Sorten und fand Gefallen an den Geschmacksrichtungen (oder eben auch nicht). Ich habe von einem Tag auf den anderen einfach damit aufgehört. Keinen einzigen Tropfen mehr, seit diesem einen Freitag, mit der Diagnose. Ich schrieb die Tage schon auf Mastodon, dass ich gerne ein paar Jahre zurückdrehen würde, um damit noch viel früher zu beginnen. Eins wird jetzt sehr deutlich für mich: Alkohol ist, egal in welcher Menge getrunken, Gift für den Körper. Es hat sich so vieles für mich verändert, hauptsächlich Dinge, die ich vorher gar nicht als schlecht wahrgenommen hatte. Jetzt merke ich, wie Alkohol meinem Körper überhaupt nicht gutgetan hat. Vielleicht kommt ihr nach diesen Zeilen auch ein wenig ans Nachdenken, ob ihr damit weitermacht.

Seitdem ich viel, also richtig viel, Obst und Gemüse esse, ist mir viel leichter ums Herz geworden. Nicht mehr dieses klobige Völlegefühl nach dem Essen, nicht mehr diese totale Ermattung, weil der Körper gar nicht weiß, wohin mit dem ganzen unnützen Zeug. Nudeln und Kartoffeln sind eher selten auf meinem Teller. Dafür halt Vollkornreis in Form eines Salates mit viel pflanzlicher Einlage und etwas Schafs- oder Ziegenkäse. Vollkornbrot und Käse sind von je her gern gesehene Gäste auf meinem Frühstücksteller.

Ich bin vermutlich weit entfernt von einer perfekten Umstellung oder Ernährung. Doch all das oben grob beschriebene lässt mich meinem Körper bei der Rehabilitierung geradezu zusehen. Es geht mir immer besser. Der Schlaf ist erholsam, die Tage wacher und meine Konzentration wesentlich besser. Ich fühle mich vitaler und immer weniger vollkommen ausgelaugt. Natürlich kann die Ernährung nicht den kompletten Arbeitsstress auffangen, aber das ist ohnehin ein anderes Thema. Doch die immense Unterstützung für den Körper macht mich widerstandsfähiger. Ich merke das ganz extrem und möchte diesen Zustand nicht mehr missen.

Früher dachte ich immer, dass das alles Humbug ist. Esoterik am Ende sogar. Weit gefehlt. Ernährung ist real. Schaut einfach mal hin, was ihr so esst und hinterfragt. Vielleicht findet ihr auch einen Weg, das in Zukunft anders und besser zu gestalten. Es hilft. Versprochen!

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